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Pressemitteilung 20.10.2018

Anti-Atom-Treck setzt klares Zeichen

Mit einem bunten und kreativ gestalteten Treck haben am Samstag über 1.000 Atomkraftgegner*innen zwischen Salzgitter und Peine ihren Protest auf die Straße getragen. Sie forderten mehr Engagement für die Rückholung des Atommülls aus der Asse und die Aufgabe aller Pläne, in Schacht Konrad Atommüll einzulagern. Beteiligt hatten sich auch Gruppen, die in Braunschweig-Thune, Morsleben, Grohnde und Gorleben von Atomanlagen betroffen sind.

„Konrad muss aufgegeben werden, weil es ein altes Bergwerk ist, das den Anforderungen an ein Atommüllendlager niemals gerecht werden kann“, sagte Ludwig Wasmus von der Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad.

Die Arbeitsgemeinschaft hatte in einem breiten Bündnis mit Gewerkschaften, Landvolk, Verbänden und Initiativen seit Monaten den Treck vorbereitet und freut sich über die erneut gute Beteiligung. Jetzt sei die Politik am Zug, kommentierte Silke Westphal (AG Schacht Konrad): „Wir fordern von der Bundesregierung, die Verantwortung für den in der Asse havarierten Müll zu übernehmen und sich endlich wieder am Rückholungsprozess zu beteiligen!“

Auch Wolfgang Räschke erinnerte als 1. Bevollmächtigter der IG Metall Peine-Salzgitter, daran, dass es für Schacht Konrad nie eine vergleichende Standortauswahl gegeben hat und der neueste Stand von Wissenschaft und Technik nicht eingehalten wird: „Die wartungsfreie nicht rückholbare Endlagerung ist spätestens seit den Erfahrungen mit der Asse gescheitert. Eine Rückholbarkeit muss bei jedem Endlager gewährleistet bleiben.“

Wolfgang Ehmke von der BI Lüchow-Dannenberg prognostiziert, dass das Projekt Schacht Konrad ähnlich wie Gorleben schief gehen wird, weil die Endlagerung gegen den Widerstand der Zivilgesellschaft niemals durchsetzbar ist. Er forderte die BGE auf: „Wenn Du merkst, dass Du ein totes Pferd reitest, steig ab!“

An die langfristigen gesellschaftlichen Auswirkungen erinnerte Ulrich Löhr vom Niedersächsischen Landvolk: „Demnächst müssen 8 Mrd. Menschen auf dem Erdball ernährt werden. Deswegen können wir es uns nicht leisten, in der Kornkammer Mitteleuropas die Erzeugung von Lebensmitteln durch ein Endlager zu gefährden, das genehmigt wurde, als der Commodore 64 eine technische Revolution darstellte.“

Eindrücklich unterstützt wurde der Protest von über 50 geschmückten Treckern, die den Protestzug anführten – es folgten 250 Fahrräder und zahlreiche PKW. Ziel der Demonstration war die neue Bundesgesellschaft für Endlagerung in Peine, die nach einer Umstrukturierung jetzt Betreiber der Atommülllager Asse II und Planer von Schacht Konrad ist. Die Veranstalter kündigten an, dass die Auseinandersetzung um die Atommülllager in der Region auf allen Ebenen fortgesetzt werden wird.Weitere Infos und aktuelle Fotos vom Treck unter: https://www.anti-atom-treck.de/

Für Rückfragen:
Ludwig Wasmus (AG Schacht Konrad) 05341/63123
Peter Meyer (BISS) 0173/5383236



(3 Fotos zur Ansicht angehängt; druckfähige Auflösung unter https://www.ag-schacht-konrad.de/images/stories/treck-presse/  jeweils: Foto: Michaela Mügge)

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